10 gute Gründe (oder Ausreden), um nicht zu bloggen

Das ist ein Prolog.

Bevor ich nämlich - nach einer halben Ewigkeit - hier weitermache, muss mal aufgelistet werden, warum man es nicht tut. Das Bloggen. Ich bin ja ein Plappermaul (hey, ich stehe derzeit bei 2740 Twitter-Updates!), aber mit mir und Kumpel Wordpress hat es jetzt länger nicht geklappt. Für alle Blogger oder eben-nicht Blogger hier eine Zusammenfassung, welche Gründe man vorschieben kann, um die digitale Absenz rechtzufertigen.

1. Twitter: Siehe mein letztes Posting. Twitter ist wie ein Ideen-Gully. Da fließt so vieles rein und weg. Wichtige und weniger wichtige Gedanken. Twitter sorgt für eine gewisse Hygiene in der Blogosphere (die echten Belanglosigkeiten gehen dort hin), aber es saugt auch Zeit wie ein Schwamm. Es ist bequem, grad sehr - ui! - mordern und hat Suchtpotential.

2. Keine Zeit: das ist natürlich Quatsch. Zeit ist für jeden immer gleich viel da. Und man beschäftigt sich ja mit genügend anderem Kram, der nicht “nötig” wäre. Die Leute haben “keine Zeit” zum Lesen, zum Kochen oder für ihre Mitmenschen. Natürlich ist das den Menschen eben jeweils nicht wichtig genug. Keine Rede von “Zeit”. Aber natürlich kostet das Verfassen von Blog-Beiträgen Zeit (wenn man nicht bloss Links postet). Und wenn man - so wie ich rund um den Jahreswechsel - einen beruflichen…”Shift” macht, dann weiss man schon mal eine Weile nicht, wo oben und unten ist.

3. Sinnkrise: periodische Lustlosigkeit ist menschlich. Man fühlt sich dann halt nicht danach, die Menschheit mit gebloggter Weisheit zu bereichern. Das ist ok. Relax. Geh spazieren (beser: Wandern!), go offline oder lies mal wieder einen Roman. Wenn die Bloggerei gar keinen Spaß mehr macht: aufhören. Muss ja nicht sein.

4. Bloggen “bringt ja nix”: habe ich auch schon gehört. Es bleibt eine höchst philosophische Frage, was denn nun im Leben “etwas bringt”. Viele Netzaktivitäten von mir völlig fremden Menschen haben mir etwas gebracht. Ablenkung, gute Ideen, gute Anti-Ideen (der “Reibebaum-Faktor”). Man kann nie wissen, wie so ein Beitrag irgendwo da draußen ankommt. Drum: just do it. Ob es nun etwas bringt oder nicht. Fußball gucken bringt ja auch nix und viele tun das trotzdem mit schöner Regelmässigkeit.

5. Facebook: so wie Twitter zieht Facebook viel Zeit und Aufmerksamkeit ab. Facebook ist toll, ich nutze das Ding auch, aber ein FB-Profil kann nie so individuell wie ein eigenes Weblog sein. Und: Phänomene wie FB vergehen (grad noch das “heiße Ding”, bald schon wieder fallengelassen), Blog bleibt Blog.

6. Video: die Leute wollen nur noch Videos gucken und lesen keine längeren Texte mehr. Nun, da ist wohl was dran. Wenn man sich den Videostreaming-Boom ansieht, kann man fast zu diesem Schluß kommen. Aber nur fast. Videostreaming ist meist “Noise” und hauptsächlich Spielerei, die gemacht wird “weil es möglich ist”. Bisher hat mich noch kein QIK-Steam bereichert oder erfreut. Dennoch: Text und Video kann (und soll!) natürlich nebeneinander exisitieren. Kein Medium verdrängt wirklich ein bestehendes. Auch im Web wird das nicht so sein.

7. Mein Leben hat sich verändert: Auch sowas soll es geben. Wenn sich alles mögliche ändert, bleibt oft das Bloggen hinten. Ich etwa bin auf’s Land gezogen. Es waren zehntausende neue Eindrücke zu verarbeiten, neue Aufgaben/Aktivitäten haben sich aufgetan. Das Hirn war einfach eine Zeitlang …wo anders. Dazu noch die berufliche Veränderung (siehe oben)… Tja, da wird man dann schon mal stumm. Aber sowas pendelt sich ein.

8. Bloggen ist out: mag ja sein, dass es lustigere und unkompliziertere Netz-Aktivitäten gibt (Twitter, Social Networks, Video…). Aber: ist doch egal. Wir stehen doch über so einem “in” oder “out”-Unfug, oder? Gerade in Zeiten von immer mehr “Noise” wird ein Stück handgemachter, polierter und gut verpackter Content doch um so wertvoller.

9. Ich habe mein Wordpress-Passwort vergessen: Ist mir tatsächich passiert. God bless the “lost password?” function.

10. Gartenarbeit ist viel schöner: Stimmt. Darum sitz ich ja hier im Garten und blogge “outdoor”. So hab ich von beidem was. ;-)
Wem noch weitere gute Gründe/Ausreden kennt, möge sie hier posten oder für immer bloggen.

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Twitter cats ate my Blog!

Lang nix mehr geschrieben, oder? Ja, klar. Blöde Frage. So ist das nunmal, wenn einem vor lauter Arbeit fast die Luft wegbleibt. Aber meine Blog-Absenz könnte auch andere Ursachen haben… Hm… ist Twitter schuld? Haben die Twitter Cats mein Blog gefressen?

Dazu passend… (ja, nicht mehr neu aber immer noch famos und sooo treffend):

History of my Blog

Irgend jemand muss ja Schuld haben. Das nächste Mal schieb ich dann die Schuld auf Facebook.

Auf jeden Fall ist es beruhigend, dass sich die Welt trotz meiner Blog-Pause noch dreht. Uff.

Die Erfindung des Rades, Teil 2 - die Österr. Nationalbibliothek

Die Österreische Nationalbibliothek hat große Pläne:

Die Österreichische Nationalbibliothek will ab kommenden Jahr die Inhalte aller WWW-Seiten, deren Adresse auf “.at” endet, für künftige Generationen archivieren. Webpages seien “für die Alltagsgeschichte von immenser Bedeutung”, schilderte Generaldirektorin Johanna Rachinger im Gespräch mit der APA. Wie man diese und alle anderen digitalen Daten jedoch für künftige Generationen aufbewahrt, sei derzeit “weltweit noch ungeklärt”.

Der STANDARD, 16,6,2007

Also da muss ich schon ein wenig schmunzeln, denn es gibt ein paar Argumente gegen dieses Unterfangen

  1. Das wird schon sehr erfolgreich - als weltweites Projekt - gemacht. Das Internet Archive des Brewster Kahle arbeitet seit über 10 Jahren an einem gewaltigen Web-Archiv (die Wayback Machine). Erreichbar ist diese riesige, 3 Petabyte umfasende Archive hier: archive.org. Die Behauptung, dass sich zum Thema Web-Archivierung noch niemand Gedanken gemacht hätte ist - mit Verlaub - Unsinn.
  2. Welchen Sinn sollte es haben, gerade die “.at”-Domains zu archivieren? Eine Website aus Österreich muß nicht zwangsläufig die TLD “at” haben, sondern kann jede beliebige verwenden.
  3. Was soll der Nationalismus (weil die Nationalbibliothek das im Namen führt?). Es erscheint geradezu grotesk, das “österreisches Eck” des Web isoliert zu betrachten und zu archivieren. Das ist eine hoffnungslos gestrige Haltung. Das Web erfüllt nie “nationale” Anforderungen. Es ist nunmal das WorldWideWeb, es gibt kein “Austronet”.

Der Hintergrund dieses Projektes dürfte wohl hier liegen:

Um die Vorhaben umsetzen zu können, benötigt die Österreichische Nationalbibliothek jährlich vier Mio. Euro mehr. “Ich gehe davon aus, dass ich das Geld bekomme”, so Rachinger, die auf einen Passus im Regierungsübereinkommen verweist, laut dem die Digitalisierung des kulturellen Erbes der Regierung ein besonderes Anliegen sei.

Natürlich. Das Budget muss aufgefettet werden, die Beschäftigung des Personals über Jahre gesichert sein. Was macht es da schon, dass das Projekt selber skurriler kaum sein kann?

Und natürlich kriegt die Frau Rachinger “ihr” Geld. In den Ministerien wird das niemand hinterfragen.

Is Krassnitzer losing it?

Manchmal glaube ich einfach nicht, was da in der Zeitung (KURIER, Printausgabe 13.8.) steht. Wenn sich etwa Harald Krassnitzer, Schauspieler und SPÖ-Aktivist in eine Reihe mit NS-Opfern stellt.

KURIER: Ist es für einen Schauspieler nicht problematisch sich politisch so zu engagieren?
Krassnizer: … In Österreich wird das leider nicht öffen gepflegt. Man hat immer Angst, dass man aneckt.
KURIER: Ist diese Angst so unbegründet?
Krassnitzer: Wir haben leider in den letzten sechs Jahren Beispiele gehabt, wo reglementiert wurde, wenn jemand seine Meinung geäußert hat. Mir ist es auch passiert, dass ich angesprochen und zurechgewiesen wurde, weil das, was ich da mache letztklassig sei und mir nicht zusteht. Da konnte ich erstmalig nachvollziehen, wie es österreichischen jüdischen Mitbürgern 1938 gegangen ist.
KURIER: haben Sie wirklich so empfunden?
Kassnitzer: es hat mich erschreckt. Da war viel Aggression dabei.

Das Schicksal jüdischer Mitbürger ‘38 wird also schnell mal benutzt, nur weil der Schauspieler (Tatort, Bergdoktor) schlecht mit Kritik umgehen kann. Und ja, was der im heutigen KURIER sagt, ist “letzklassig” und “steht ihm nicht zu”.

Grauslich und unfassbar.

Selbstversuch: Leben ohne Instant Messaging

noskype1.gifVor einiger Zeit habe ich Instant Messaging als den Produktivitätskiller No. 1 bezeichnet. Es wird Zeit, mal konsequent zu werden.

Seit gestern ist meine Instant Messaging Applikation (ich verwendete in letzter Zeit hauptsächlich Skype) abgeschaltet. Ich muss es mal ausprobieren, wie das Leben ohne IM aussieht. Ob ich dadurch wirklich länger ungestört an einer Sache arbeiten kann und somit der Produktivität etwas Gutes tu’.

IM ist eine Angewohnheit. Früher ICQ, später dann eben MSN Messenger und Skype. Man gewöhnt sich dran und überlegt irgendwann nicht mehr, ob dieser Kommnikationschannel wirklich hilfreich ist. Ich seh mich jedenfalls gezwungen, diesen Kanal stillzulegen. Es ist ja so schon verwirrend und ablenkend genug, das ganze digitale Zeugs da draußen. Ich kenne einige Leute, die nicht im Traum auf den Gedanken kämen, Instant Messaging zu verwenden. Und denen geht es eigentlich auch gut. Das könnte also funktionieren.

Liebe Skype-Partner: es ist nicht böse gemeint, es ist nichts persönliches. Ich liebe euch alle! ;-) Aber schreibt mir E-Mails oder ruft mich einfach an. Oder verwendet Twitter, wenn ihr wissen wollt, was grad mit mir los ist. Ich bin ja da. Aber ich muss mal auf Kommunikations-Diät gehen und fange mit dem leicht verzichbaren Snack “IM” an.

Mashable “Toolboxes”

Ok, ich geb’s zu: ich mach das hauptsächlich für mich selbst: Hier die praktische “Toolbox”-Reihe von Mashable im Überblick. Viel Spaß!

EBAY TOOLBOX: 50+ Tools for eBay Buyers and Sellers
30+ WordPress Plugins To Get More Blog Readers
DOWNLOAD EVERYTHING: 30+ Firefox Add-ons For Downloading Images, Videos & Files
Facebook Powertools: 150+ Apps, Scripts and Add-ons for Facebook
CMS Toolbox: 80+ Open Source Content Management Systems
Make Money Online: 100+ Tools and Resources
Q&A TOOLBOX: 30+ Tools For Questions and Advice
ONLINE STORAGE: 80+ File Hosting and Sharing Sites
Web Development Toolbox: 120+ Web Development Resources
50+ WordPress Plugins for Multimedia
GTD NINJA: 50+ Websites For the Kickass Control Freak
50+ Tools For The WordPress Admin
PDF Toolbox: 40+ Tools to Rip, Mix and Burn PDFs
Web Design Toolbox: 50+ Tools for Web Design
30+ Plugins for Wordpress Comments
50+ Tools For Torrenting
ONLINE MEDIA GOD: 400+ Tools for Photographers, Videobloggers, Podcasters & Musicians
Online Maps: 50+ Tools and Resources
Work Together: 60+ Collaborative Tools for Groups
ONLINE PRODUCTIVITY GOD: 400+ Resources To Make You Smarter, Faster & a Demon in the Sack
30+ AJAX-Powered WordPress Plugins
70+ Tools For Job Hunting 2.0
40+ Firefox Add-ons for High Speed Blogging
20 Ways To Aggregate Your Social Networking Profiles
Online Music: 90+ Essential Music and Audio Websites
Podcasting Toolbox: 70+ Podcasting Tools and Resources
Blogging Toolbox: 120+ Resources for Bloggers
14 Personalized Homepages Compared, Feature by Feature
230+ Keyboard Shortcuts for Top Web Services
Online Photography Toolbox: 90+ Online Photography Tools and Resources
Video Toolbox: 150+ Online Video Tools and Resources
Online Productivity Toolbox: 30+ Resources to Get Things Done
The Ultimate RSS Toolbox - 120+ RSS
The Flickr Toolbox
The Online Business Toolbox
30+ WordPress 2-Column Themes

Die Top 5 der Produktivitätskiller

Man sollte ja meinen, dass all die digitalen Goodies dazu bestimmt wären, uns das (Arbeits)Leben zu erleichtern. Ich glaube eher, dass wir uns immer mehr verzetteln, immer wieder Zeit verschwenden, unsere Aufmerksamkeit stören lassen und generell weniger Produktiv werden. Ich hab mir mal überlegt, was bei mir die Zeit- und Produtkivitätskiller ausmachen und folgende Liste zusammengestellt.

1. Instant Messaging
Nun mag es ja oft praktisch sein, via IM (Skype,, MSN..) “schnell mal” in das Arbeitsleben eines IM-Partners zu stürmen. Das geht
rasch und ist unverbindlicher als E-Mail. Aber es bleibt synchrone 1:1 Kommunikation (oder halt many:many bei IM-
Konferenzen). Und als solche perfekt geeignet, eine konzentrierte Arbeit zu stören. IM lenkt ab und unterbricht. Darum gebührt
IM die Pole-Position. Ich denke daran, das ganz bleiben zu lassen.

2. Telefon
Das muss man wohl nicht erklären. Oft kommt man den ganzen Tag “zu nix”, weil man ständig telefonieren muss. Telefonate sind meist zu lang, werden in der Regel nicht aufgezeichnet (und somit nicht nachvollziehbar / dokumentiert) und verleiten zur unverbindlichen Plauderei. Den sozialen Aspekt in allen Ehren, aber oft nervt das Telefon einfach nur.

3. Sidebars/Widgets
Ich mag diese Dinger. Ich mage es, dass mir meine Sidebar über den Eingang neuer Mails Auskunft gibt. Oder ich finds prima, dass ich “Digg” auf einen Blick stets aktuell überblicke. Meine Feeds trudeln hier auch rein. Ja, und dann die AIR-Widgets für Twitter und Pownce. Alles super. Und verdammt gefährlich. Muss man das alles topaktuell, just-in-time usw. haben? Lenkt das nicht brutal ab? Ich fürchte, das tut es.

4. Internet Radio
LastFM, Finetune usw. sind nur so lange unauffällige Begleiter der Arbeit, solange man nicht den “Sender” oder die Titelauswahl ändert. Mir gehts auf jeden Fall so, dass ich hier ständig eingreife, bei LastFM diese “Love” und “Hate” Tags vergebe, mal was anderes einstelle usw. Radio ist hier kein passives, sondern ein aktives und zeitraubendes Vergnügen.

5. E-Mail
Spam-Beseitiung, in zu vielen CC’s drin (DIE Unart schlechthin, diese CC-Wahn), Mails sortieren, viel zu oft nachschauen (etwas sobald ein Mail in der Sidebar (siehe 4) aufschlägt… Das alles killt das zarte Pflänzchen Produktivität. Besser wäre: sich nicht mehr von Mail dominieren/treiben lassen, sondern fixe Zeiten für die Mailbearbeitung (am Stück!) einplanen. Aber das ist wohl so schwer wie mit dem Rauchen aufzuhören….
…aber Hey! das ist mir vor 9 Jahren ja auch gelungen!

Silverlight my Fire

Ich stehe Microsoft recht neutral gegenüber. Wenig nervt mich mehr als das ewige, langweilige Anti-Microsoft-Geblöke, das bei manchen schon pathologische Züge annimmt. Aber es stimmt schon: Microsoft ist immer einen Tick zu spät dran, hechelt Trends nach um irgendwann mit massivem $$$$$-Einsatz ein konkurrenzfähiges Produkt auf den Markt zu bringen. Man kennt das Spiel seit langem.

Jetzt hat man also RIA (Rich Internet Applications) entdeckt. Klar: Adobe hat ja inzwischen fast ein Monopol auf die heissen Technologien, bringt mit der Creative Suite (und allen ehemaligen Macromedia Produkten) das nötige Werkzeug für Designer und Developer mit. Und vor allem: der Flash-Player ist ein de-facto Standard und fast jedem Browser zu finden.

Das tut MS natürlich weh. Und somit steuern die Redmonter hier dagegen. Mit Silverlight bringt man nun die Plattform und den Client ins Rennen, der - salopp gesagt - Flash das Leben schwer machen soll.

Zitat Microsoft:

Microsoft® Silverlight™ is a cross-browser, cross-platform plug-in for delivering the next generation of .NET based media experiences and rich interactive applications for the Web. Silverlight offers a flexible programming model that supports AJAX, VB, C#, Python, and Ruby, and integrates with existing Web applications.

Nun ist also der neue Release Candidate “1.0 RC and 1.1 alpha refresh” veröffentlicht worden, welchen ich natürlch gleich mal installiert und getestet habe. Mein Eindruck? Naja. Ein Player halt, nicht weiter spektakulär. Die “buffer”-Zeiten scheinen kürzer zu sein, aber sonst wäre mir nichts aufgefallen, was Flash nicht auch bieten würde. Man wird das aber beobachten müssen. Besonders die (freie) Streaming Lösung könnte interessant sein/werden.

Aber es sieht derzeit ja so aus, als würde Silverlight nur das “missing link” für die Schiene: Expression Studio - Visual Studio darstellen. Also dies alles mit einer RIA-Plattform abrunden.

Derzeit wird Silverlight im Video-Stream-Bereich eingesetzt (etwa bei der “Online Videothek” Netflix), und dort eben bei Unternehmen, deren Environment ohnehin schon gut 100% Microsoft bedient hat. Da wird Silverlight wohl seinen berechtigten Platz haben. Bleibt abzuwarten, ob und wann man vollwertige RIA-Apps (wie man sie - spätestens seit Adobe Flex2 schon länger kennt und schätzt) sehen wird.

Fraglich ist nur, wie schnell und effizient der Client auf die Browser dieser Welt gelangt und somit auch nur annähernd so verbreitet sein wird wie der Flash-Player. Aber Microsoft hat da sicher schon eine Schlachtplan in der Schublade.

See also: Ryan Stewart über den RC1 von Silverlight.

Heiteres Beruferaten

“Was bin ich”? “Welches Schweinderl hättens denn gern?”

Ach, wie einfach hat man es als Bäcker, Polizist oder Buchhalter. Die können auf die eigentlich einfache Frage: “Und was sind Sie von Beruf?” auf ganz einfache Weise antworten. Und jedeR kennt sich aus.

Ich hab’s da schon schwerer. Es trifft vieles zu, aber meist ist das etweder a) nicht ganz zutreffend oder b) zu abstrakt. Eine Berufsbezeichnung sollte ja den Test: “versteht eine Großmutter auch, was das sein soll?” bestehen können.

So fällt das schwammige, flapsige “Webworker” schon mal weg. “Content Manager” ist nicht ganz zutreffend und außerdem weiss wirklich niemand, was das sein soll. Programmierer bin ich nicht (nur teilweise), Entwickler/Developer? Echte Developer würden mich lynchen, wenn ich mich so bezeichnen würde.

“Consultant” kann auch sehr vieles sein und - samma uns ehrlich - das ist doch auch eine Verlegenheitslösung und eine schon lästige Mode. JedeR will heute “Consultant” sein. Langweilig. Den “Webdesigner” kennt man inzwischen, aber ich bin alles andere als ein Mann des Designs.

Wie nageln wir den Pudding an die Wand? Oft sag’ ich nur: “Ich bin selbständig” (ja, das ist oft genug der Information). Aber ich tendiere immer mehr zu einer recht erklärenden (besteht den “Oma-Test”) und stimmigen Berufsbezeichnung. Ja, das klingt wohl etwas altmodisch, anglizismusfrei und schlicht. Aber gerade deshalb ist das gut:

Ich bin ein EDV-Berater!

Nein, typische Handbewegung gibt es keine. Oder doch?

Heute mal ein Musikvideo. Einfach so.

CaYaRo hat mich auf die Idee gebracht (”Bei Sony kann man jetzt ganz easy Videos in sein Weblog packen”). jetzt mal gleich der Praxistest. Da ich heute ohnehin aus “dienstlichen” Gründen nicht schreiben werde, gibt es mal zur Auflockerung ein Video der famosen Editors - “Smokers Outside The Hospital Doors”