“Tomorrow” - you give Web 2.0 a bad name
Das neue Brand Eins war noch nicht da. Hrmpf. Also mußte eine andere Zeitschrift her. Wenn ich schon mal da bin, im Bahnhofs-Zeitschriftenladen. Ich habe mir also erstmals “Tomorrow” zugelegt. Der Slogan empfiehlt: “enjoy digital life!”. Aber immer doch!
Im Kaffeehaus später dann der - eingenlich schon befürchtete - Effekt: ich blättere lustlos in dieser Zeitschrift und Ödheit macht sich breit. Diese Web 2.0 und HiTech/Gadget-Jubelpostille hinterlässt den selben schalen Nachgeschmack wie jeder 2. deutsche Blog oder Zeitung/Fernsehbeitrag zu diesen Themen. “Die kapieren’s nicht”, denk ich mir dann. Klar, so ein “Tomorrow” ist ein anlassbezogenes Magazin. “Der Markt braucht ein “Web 2.0-Maganzin!” - dachte sich der Verlag wohl , und hat dieses seelenlose Werk herausgestanzt.
“Tomorrow” weiß nicht so recht, wie es mit dem Leser sprechen soll: so “Lifestyle”-haft oder oder doch eher “nerdig”? Wie sind sie so, die Web 2.0 Afficionados? Lesen die überhaupt Zeitschriften? Solche Sachen mag man sich wohl gefragt haben. Und so entsteht ein “Wir-möchten-gern-aber-wir-könnens-nicht”-Eindruck.
Über die beiliegende CD (ohne CD-zum-Heft gehts wohl nicht mehr, heutzutage) mit Podcasts möchte ich gar nicht lang reden. Was die Comedy-Truppe “Badesalz” hier verloren hat (und: wer lacht über sowas?), bleibt mir ein Rätsel. Und die Schnittfolgen des Video-Podcasts mit diesem schnittigen Moderator können die nicht erst meinen.
“Wired” mag schon etwas verbraucht und blutleer wirken, nach all den Jahren. Aber es steckt dennoch 5000% mehr Herz und Hirn in jedem einzelnen Artikel als in diesem germanischen Versuch an “Web 2.0 Berichterstattung”.
Aber: um das nicht ganz negativ enden zu lassen… einen Artikel mochte ich schon, nämlich den über die diversen tollen “Vista”-Möglichkeiten. Da entfuhr mir doch glatt ein “Wow!”.
Posted on März 1st, 2007 von Franz
Filed under: DailySoap, Medien




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