So you wanna be an “early adopter”?

Der Early Adopter (ab jetzt: EA) - also eine Person, die zum frühest möglichen Zeitpunkt eine neue Technologie, ein neues Produkt oder einen neuen Trend “entdeckt” (also mitmacht oder kauft) und somit maßgeblich daran beteiligt ist, dass dieses “neue Ding” wirklich abhebt, ist in so mancher Hinsicht ein bemitleidenswertes Wesen. Wer früh dabei ist, hat in der Regel mit hohen Preise oder ein nicht wirklich ausgereiftes Produkten zu rechnen. Auf der anderen Seite spürt er noch die Euphorie und den “spirit” des neuen “Dings”. Alles funkelt, glänzt und ist elitär!

Früh “dabei” zu sein, ist gut für das Ego. Viele EA’s sind schlichtweg Angeber. Aber auch die Chancen sind enorm, vor allem wenn man nicht als Konsument, sondern als Produzent agiert: wer es schafft, möglichst bald von einer neuen Idee zu profitieren, ist - vorausgesetzt das Produkt oder Idee ist wirklich zündend - in der Regel länger dabei oder spielt mit den “Playern” mit. Der Vorsprung macht’s.

Allerdings gehört zum Wesen des EA auch die Ungeduld und Kurzatmigkeit. Echte EA’s wollen ja immer an der Spitze sein und bringen es nicht über’s Herz, sich mal wirklich für etwas zu entscheiden. Und darum mein - naja - Mitleid: der EA spuckt die tollen Ideen irgendwann mal aus und wendet sich neuen zu. Das “ausgespruckte” Ding reift in der Zwischenzeit heran und wird dankend von schlauen “later adopters” (eigentlich: Early Majority / Late Majority) aufgegriffen, die den echten Nutzen haben.

Und so scheitert der notorische EA an seiner mangelnden Bindungsfähigkeit an nur eine “Sache”. Und man kann ja nicht überall mitmischen. Mit nur einem Hintern kann man eben nicht auf mehreren Hochzeiten tanzen, sagt man. Aber über so etwas kann der EA nur schmunzeln und erzählt davon, schon vor Jaaaahren, das Ding X /die Idee Y / oder das Konzept Z kennen gelernt hat.

Aber dafür kann man sich eben nichts kaufen. Armer EA!

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