ORF - die Rückkehr des Belehrungssenders

Die ORF-Ära des neuen GI Alexander Wrabetz scheint ein Revival des Staatssenders sozialisdemokratischer Prägung zu werden. Besonders deutlich wird dies an den ORF “Themenschwerpunkten”. Einst “Klimawandel”, nun “Ernährung”. Metastasenhaft lässt der Sender dieses “Schwerpunktthema” in alle Sendungen wuchern. Das tumbe Volk muss belehrt werden. Brechstange? Uns doch egal.

Der ORF stellt sich somit trotzig gegen den Zeitgeist. Das gute alte “Top-Down”-Prinzip nach dem Motto: “die Themen in diesem Land geben immer noch wir vor, liebe Österreicher!” ist wieder da. Dass der Herr Wrabetz so manches nicht wirklich kapiert hat, wird spätestens im FORMAT-Interview klar, als er - auf die Annäherung der BBC an das YouTube Format - erklärt, dass der ORF schließlich ein “Massenmedium” sei, und YouTube “vielleicht 1% Massenmedien-gerechte Inhalte” bringt. Der kapiert das tatsächlich nicht. Erwartet eigentlich auch keiner. Aber klagen würde er YouTube jederzeit, wenn dort ORF-Inhalte auftauchen (was ja definitiv schon der Fall ist..), weil: “Mehr Geld brauchen wir immer”. Meine Güte.

Die Vorgängerin Lindner ist am Versuch gescheitert, den ORF wie einen weiteren Privatsender zu positionieren. Wrabetz wird mit einer bevormundenden Attitüde des “wir-müssen-das-Volk-bilden” den Sender an die Wand fahren. Die Hörer&Seher ticken nicht mehr so, wie man sich das am Küniglberg vorstellt (und gern hätte). Die Menschen sind nicht so gestrig, wie das der ORF gern hätte (und selber ist).

Das hoffe ich zumindest.

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