Apollo “in action” - Finetune Desktop

Adobe hat den Launch der Apollo-Alpha prima vorbereitet und neben den Applikationen (Runtime, SDK, Flex Builder Plugin) auch jede Menge Dokumentation und “Sample Applications” zur Verfügung gestellt. Das vorerst beeindruckenste Sample ist für mich “Finetune Desktop”.

Dazu muss zuerst “Finetune” kurz erklärt werden: auf www.finetune.com kann man auf einer Flex-basierenden Site eigene Playlists zusammenstellen, sozusagen eigene Internet-Radio Kanäle gestalten. Hat man das mal getan, kann man dieses “Radio” (den Player) in die eigene Site/das Weblog integrieren. Sehr nette Anwendung.

Und eben dieses “Finetune” kann man mittels Apollo auf den Desktop holen. Der Clou ist der, dass hier die Musik nicht nur vom Web, sondern auch von ITunes geholt wird. Man kann den Player also on- und offline nutzen. Und - remember - dafür ist Apollo ja gemacht.

Gut zu beobachten ist hier (wie bei den anderen Samples), dass Apollo-Apps recht convenient zu installieren sind. Ist die Runtime mal drauf (derzeit ca. 18 MB im Download), lädt so eine Applikation sehr rasch und ist mit ein paar Klicks installiert. Von Apollo selber kriegt man nichts mit, das läuft vollständig im Hintergrund. Was in meinem Finetune-Test folgendes Ergebnis brachte: beim (irrtümlichen) Schließen von Finetune bleibt der Prozess (der des Players) aktiv. Will man also das Dudeln des Radios unterbinden, muß man in Windows den Prozess killen.

Das ist nicht so praktisch. Irgend eine Steuerung der Runtime sollte vielleicht noch implementiert werden. Aber vielleicht gibt es das ja, und ich hab’s bloß noch nicht entdeckt.

Achja, die erwähnten Videos auf lynda.com sind prima. Habe alles angeschaut und durchgespielt und auch meine ersten kleinen Apollo-Apps erstellt und “gepackaged”. Ich muss ja noch in die Tiefe gehen, aber mir ist jetzt schon klar, dass wir mit dieser Web/Desktop-Mashup-Machine noch viel Spaß haben werden.

Eins noch: ganz ohne Flex-Kenntnisse ist der Zugang zu Apollo sicherlich ein wenig mühsam. Aber es kann ja nicht schaden, Flex kennen zu lernen.

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