Hoch lebe der “echte” Journalismus (LOL!)

Der KURIER von heute hatte heute, am 24.4.2007, in der Print-Ausgabe einen großen Artikeln über Mediziner die an Burn-out leiden (”Österreichst Ärzten droht Burn-out”). Ich hab mir das durchgelesen und bald kam mir etwas komisch vor… die Definition des “Burn-out” war irgendwie…anders geschrieben.

Bin dann schnell meiner Vermutung nachgegangen und … BINGO: an einigen Stellen ist der Artikeln 1:1 von der Wikipedia übernommen, klarerweise von dieser Seite.

Schwach. Journalisten blicken ja oft mitleidig und pikiert auf die Blogger herab, weil sie selbst ja professionellst, mit allen journalistischen Tugenden wie Recherche, Checks/Doublechecks, Quellenangaben usw. vorgehen. Während Blogger nur amateurhaft völlig unbewiesenen Kram vor sich hinschreiben. Tja.

Offenbar zwingt die Zeitnot (oder vielleicht auch einfach nur die Bequemlichkeit?) dazu, dass die “richtigen” Journalisten via copy & paste von der offensichtlichsten aller Abschreibe-Quellen “borgen” und völlig auf die Quellenangaben vergessen. Und dass eben die Wikipedia (über die Qualität der Einträge lässt sich ja trefflich streiten) für ein medizinisches Thema zu Rate gezogen wird (habens keinen Primar oder so gefunden, der bereitwillig Auskunft gegeben hätte?) ist doppelt bedenklich, oder besser gesagt: peinlich für die (sterbende) Gattung der Top-Down Massenmedien.

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