Digitales Krankenhausleben
Ich werde ab morgen einige Tage im Krankenhaus verbringen. Wenn man selbständig ist, erfordert so eine Betriebsunterbrechung ja einige Vorbereitung. Man muss vorausarbeiten und sich die Dinge so zurecht legen, dass es nach dieser Pause nahtlos weitergeht. Alles erledigt - ich begebe mich also mit ruhigem Gewissen in den so genannten “Krankenstand”, ein für mich eher ungewohnter Zustand.
Was nun interessant wird, ist das digitale Leben, das man in so einer Situation führen kann. Nun war ich ja schon zuversichtlich, nicht völlig den Anschluss zu verlieren, denn mein MDA Compact Smartphone ist ein treues Helferlein, das es mir möglich macht, Mails zu bearbeiten, Instant Messaging (via Skype) zu betreiben oder schlichtweg das Web zu benutzen. Twitter und Facebook haben recht brauchbare “Mobile”-Versionen (m.twitter.com, m.facebook.com), was schon mal ein netter Zeitvertreib wäre.
Aber jetzt kommts: gestern habe ich auf der Website des Krankenhauses erfahren, dass die dort “kostenloses Internet via Funknetz” haben. Wow! Ich habe also WLAN am Krankenbett? Das eröffnet natürlich ganz neue Dimensionen. So gesehen wird mein Betrieb ja so gut wie nicht unterbrochen, denn nun geht mein Notebook mit mir ins Krankenhaus. Schon sehr eigenartig: man hat kein öffentliches Netz in Zügen der Bahn, aber in manchen Krankenhäusern schon. Es schaut so aus, als würde meine Vision des “Internet immer und überall” tatsächlich Realität.
Was wird also erledigt? Nun - “richtige Arbeit” - wohl nur in Maßen, da ich (siehe erster Absatz) ja alles schon so vorbereitet habe, dass das nicht nötig sein wird. Aber es gäbe ja auch so vieles zu tun: Spaß haben (YouTube und so Kram), Radio hören (LastFM) oder einfach wieder mal intensiv an einer (meiner) Flex-Site basteln. Oder etwa die Flickr-Site wieder mal auf Vordermann bringen. Ich könnte mich auch mit ein paar neuen Web 2.0 Goodies wie etwa Pownce beschäftigen. Durch die Kombination von Smartphone und Notebook wäre es ja auch möglich, Filme und Bilder zu posten. Mal sehen.
Es werden sich natürlich Fragen und Probleme ergeben: wie schaut’s mit der Ergonomie aus, ob ich wohl das Bett so verstellen kann, dass ich halbwegs aufrecht sitzen kann? Oder: gibt es Konflikte mit dem Notebook-Stromkabel und dem Infusionsschlauch? Werde ich überhaupt Lust haben, irgend etwas zu tun (Stichwort: Medikamente…).
Über all das hoffe ich an dieser Stelle berichten zu können. Achja, auch noch wichtig: ich will dort natürlich auch “gesunden” und mich von der Operation erholen. Der ganz normale analoge Teil wird also nicht vernachlässigt.
Fortsetzung folgt…. (die Instant-Version natürlich wie immer auf Twitter)
Posted on Juli 9th, 2007 von Franz
Filed under: DailySoap, Mobile Web




Da bin ich ja mal gespannt, welche Anekdoten uns da vom Krankenbett erreichen. Ein Photo der Krankenschwester auf ImageShack
ist aber Pflicht.
Wenn ich den ‘Spass haben’-Abschnitt lese, dann fürchte ich schon beinahe, dass du hinterher gar nicht mehr arbeiten willst…
wahrscheinlich werden sie dich ruhig stellen (Stichwort: Medikamente und Infusionsschlauch), damit du Ruhe gibst! *lol*
@cayaro: ich bin auch auf die Krankenschwester gespannt!