Heiteres Beruferaten

“Was bin ich”? “Welches Schweinderl hättens denn gern?”

Ach, wie einfach hat man es als Bäcker, Polizist oder Buchhalter. Die können auf die eigentlich einfache Frage: “Und was sind Sie von Beruf?” auf ganz einfache Weise antworten. Und jedeR kennt sich aus.

Ich hab’s da schon schwerer. Es trifft vieles zu, aber meist ist das etweder a) nicht ganz zutreffend oder b) zu abstrakt. Eine Berufsbezeichnung sollte ja den Test: “versteht eine Großmutter auch, was das sein soll?” bestehen können.

So fällt das schwammige, flapsige “Webworker” schon mal weg. “Content Manager” ist nicht ganz zutreffend und außerdem weiss wirklich niemand, was das sein soll. Programmierer bin ich nicht (nur teilweise), Entwickler/Developer? Echte Developer würden mich lynchen, wenn ich mich so bezeichnen würde.

“Consultant” kann auch sehr vieles sein und - samma uns ehrlich - das ist doch auch eine Verlegenheitslösung und eine schon lästige Mode. JedeR will heute “Consultant” sein. Langweilig. Den “Webdesigner” kennt man inzwischen, aber ich bin alles andere als ein Mann des Designs.

Wie nageln wir den Pudding an die Wand? Oft sag’ ich nur: “Ich bin selbständig” (ja, das ist oft genug der Information). Aber ich tendiere immer mehr zu einer recht erklärenden (besteht den “Oma-Test”) und stimmigen Berufsbezeichnung. Ja, das klingt wohl etwas altmodisch, anglizismusfrei und schlicht. Aber gerade deshalb ist das gut:

Ich bin ein EDV-Berater!

Nein, typische Handbewegung gibt es keine. Oder doch?

2 Responses to “Heiteres Beruferaten”

  1. also, EDV-Berater hört sich nach einem soliden bodenständigen Job an.
    hehe

Leave a Reply