Is Krassnitzer losing it?

Manchmal glaube ich einfach nicht, was da in der Zeitung (KURIER, Printausgabe 13.8.) steht. Wenn sich etwa Harald Krassnitzer, Schauspieler und SPÖ-Aktivist in eine Reihe mit NS-Opfern stellt.

KURIER: Ist es für einen Schauspieler nicht problematisch sich politisch so zu engagieren?
Krassnizer: … In Österreich wird das leider nicht öffen gepflegt. Man hat immer Angst, dass man aneckt.
KURIER: Ist diese Angst so unbegründet?
Krassnitzer: Wir haben leider in den letzten sechs Jahren Beispiele gehabt, wo reglementiert wurde, wenn jemand seine Meinung geäußert hat. Mir ist es auch passiert, dass ich angesprochen und zurechgewiesen wurde, weil das, was ich da mache letztklassig sei und mir nicht zusteht. Da konnte ich erstmalig nachvollziehen, wie es österreichischen jüdischen Mitbürgern 1938 gegangen ist.
KURIER: haben Sie wirklich so empfunden?
Kassnitzer: es hat mich erschreckt. Da war viel Aggression dabei.

Das Schicksal jüdischer Mitbürger ‘38 wird also schnell mal benutzt, nur weil der Schauspieler (Tatort, Bergdoktor) schlecht mit Kritik umgehen kann. Und ja, was der im heutigen KURIER sagt, ist “letzklassig” und “steht ihm nicht zu”.

Grauslich und unfassbar.

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